...uns war kein weg zu weit. es ist vorbei.

komm ich grad von einem sehr interessanten und lehrreichen lehrerseminartag (-.-) und schlendere bei wunderbaren temperaturen durch mein viertel - da lauf ich doch direkt in ein nest von mindestens 25 rauchenden schülern aus den klassen 5 bis 8.
ich frag mich grad, ob es als lehrer meine pflicht wäre, irgendwas zu sagen. nicht, dass das für mich in frage käme. aber vielleicht macht mich das zu nem schlechten lehrer - zumindest, was meine erziehungsleistung angeht. however, ich hab reagiert, wie ich immer reagiere, nämlich den ich-seh's-zwar-aber-will's-nicht-sehen-blick aufgesetzt, schief gelächelt und bin weiter gegangen. was soll ich auch machen: die waren in der überzahl ;)

ich weiß, dass meine kollegen und mentoren anders darauf reagieren würden. sie mögen dieses zusammenrotten vor dem jugendhaus und alles, was dazu gehört, nicht. und sie haben auch kein verständnis dafür. bei mir ist das komplett anders (zumindest, was die 7er und 8er angeht). vielleicht, weil ich nur 12 bis 13 jahre älter bin (oh mann, das klingt krass alt). vielleicht, weil ich selbst kaum fortschritte beim erwachsen-werden mache. aber ich glaub vor allem, weil ich meine rotzer wirklich um diese zeit beneide. ich kann mich noch erinnern, wie sich in dieser zeit alles angefühlt hat: als freunde plötzlich zum lebenssinn avancierten, die ganze aufbruchsstimmung und das arschcool-sein ... ich vermisse das rumhängen an der bushaltestelle und im jugendclub und das heimliche rauchen usw. 

als ich vorhin an an diesem haufen vorbei lief, stach es mir irgendwo im herzen und ich dachte dasselbe, wie auch so oft in der schule:
ich wäre viel lieber auf der anderen seite vom lehrertisch!

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