too much

seit wochen nehme ich mir vor, so zu arbeiten, dass ich sonntags frei hab. und ich hab's ein einziges mal geschafft. damn. gestern hab ich bis 23.30 gearbeitet und war heute morgen 5.30 dementsprechend übermüdet. hinzu kam, dass mich heute in jedem block die technik im stich gelassen hatte. im ersten ist mein mp3-player abgestürzt, im zweiten fielen die lautsprecher aus...damn again. im dritten block hatten dann sogar schon meine schüler mitleid mit mir: "das ist nicht ihr tag, oder? die stunde schaffen sie schon noch, frau m." (letzteres im chor).  

dass lehrjahre keine herrenjahre sind, singt mir mein vater schon seit der wiege ins ohr. aber irgendwie sollte das verhältnis zwischen arbeits-, schlaf- und freizeit nicht dermaßen verrutschen (egal, was man macht). geprägt von deutscher arbeitsmoral hab ich ein dreiviertel jahr gebraucht, um zumindest darüber nachzudenken, dass es vielleicht falsch ist, immer noch mehr schaffen zu wollen. wieso sind wir hierzulande gleich nochmal so versessen auf  arbeit und effizienz und beruflichen erfolg?? oder ist das nur mein eigener beschissener perfektionismus, der mich nicht schlafen lässt? ab jetzt ist nach maximal 10 stunden täglich schicht im schacht. und sonntags frei.
weil: wenn arbeit sowas geiles wäre, würden sie die bonzen für sich behalten.
(credits 2 martins shirt)

ps: und wenn man mal so gar keinen bock hat: anleitung zum krankfeiern.
(würde ich nie machen...obwohl...warten wir mal noch ein jahr)

Kommentare

  1. Kenne ich... und hab ich schon oft von Referendaren gehört. Aber es würde anschließend besser, weil man irgendwann eine Grundlage geschaffen hat irgendwie so was... für meinen Teil kann ich sagen, dass ich am Freitag 2-jähriges Arbeitsjubiläum habe und mich wie nach 20 Jahren fühle. Ich hab auch täglich von 7.30Uhr bis mindestens 18.30Uhr gearbeitet und zuhause und am Wochenende die Gesetzestexte und Projektinhalte gepaukt. Dann habe ich drei Wochen Urlaub gemacht, letzten Oktober, und seitdem bin ich irgendwie frei :D Zuhause nachgearbeitet wird nur im Notfall und neun Stunden m Büro reichen auch voll und ganz... aber so ganz positiv ist das auch nicht, da ich merke, wie ich langsam unzufrieden werde... deine Schlussfolgerung stimmt wohl: wir haben den Drang gut zu arbeiten wohl mit der Muttermilch eingesogen, wie man so schön sagt.

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