how to dress in a fair way

Mit Klamotten ist das so 'ne Sache. Durch alle Preisklassen hindurch stößt man auf mieseste Produktionsbedingungen. Wer teuer kauft, kauft also nicht unbedingt fair. Wenn bestimmte Läden Basics für Beträge verkaufen, von denen ich Tobit die nächsten drei Jahre wickeln kann, liegt das oft an den immensen Werbekosten, die man mitbezahlt. Allein die Scharaden, die Hollister in so mancher Fußgängerzone veranstaltet... Es gibt aber auch das Gegenstück zu "schweineteuer und Schweinebedingungen", so wie -man glaubt es kaum - bei Takko. Auch wenn ich mich dort nicht uuunbedingt einkleiden möchte: was die Arbeitsbedingungen angeht, sieht es da recht gut aus.
Wen es interessiert, wie seine Lieblingsklamottenmarke mit Kinderarbeit umgeht, kann hier nachschauen. Faire Arbeitsbedingungen im Allgemeinen fördern die Firmen, die hier grün markiert sind. 

Alternativen kann man sich auf dieser Seite suchen, wobei man sich auch eine Shoppingliste erstellen lassen kann- je nachdem, welche Produkte man in welchem Laden kaufen will.
Auf der sicheren, d.h. verantwortungsbewussteren Seite ist man auf jeden Fall mit 2nd-Hand-Klamotten oder mit Selbernähen. 

Ich hab aus Misstrauen gegen die ganze Kleidungsindustrie meinen Klamotten-Konsum vor etwa einem Jahr komplett eingestellt (mengenmäßig besitze ich ja genug) und das dazugehörige Begehren gleich mit (was zugegebenermaßen kein Kunststück ist, wenn man innerhalb von acht Monaten über zwanzig Kilo zunimmt. Das Einzige, was eine Frau in dem Fall kleidet, ist eine Bettdecke - vorzugsweise bis über den Kopf gezogen). 
Vor Kurzem jedoch begann sich in mir das Bedürfnis nach einer Afghani-Hose zu regen. Ich stellte es mir wunderbar vor, wie frei ich mich darin bewegen könnte, wie luftig leicht sie mich durch den Sommer begleiten/bekleiden würde, wie meine Mutter gucken würde, wenn ich in so 'nem Sack daherkomme... 

 Um diesem Bedürfnis auf verantwortungsvolle Art und Weise nachzugehen, schaute ich erstmal bei Tranquillo rein. Die haben ziemlich coole Hosen - zum Preis von knapp vierhundert Windeln. Kam also nicht in Frage. Ebay sah auch nicht besonders vielversprechend aus - auch hier schossen die Preise einen Tag vor Ende in enorme Höhen. Dann kam mir der Zufall bzw. der Haus- und Hoftrödelmarkt in der Neustadt zu Hilfe. An einem Stand hab ich für reichlich 5 Euro mehrere ausbaufähige Kleidungsstücke eingepackt, unter anderem ein Rock aus coolem Stoff in einer für mich furchtbar unvorteilhaften Länge, der mittlerweile zu meiner Version einer kurzen Afghani-Hose mutiert ist. 

Mein Vorgehen hab ich dokumentiert (wie sich das für einen guten Blogger gehört) und werde das für Interessierte im Laufe der nächsten Tage in aufbereiteter Form posten. 

So, ich geh jetzt zum Torsten frisch übersetzte Dokus gucken.
 Have a nice week!

PS: Thx to Friedy, die einige der Links zugesteuert hat.


Kommentare

  1. danke für die links und auflistungen (auch an friedy!)...
    ich muss mir da echt mehr gedanken machen - hab aber keine ahnung, ob ich persönlich einen um/ausstieg so einfach schaffe kann...

    freu mich auf die näh-show!

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  2. Die Lösung ist einfach:

    wir müssen alle mehr Auto fahren, gaaanz viele Burger und Steaks essen sowie: die Küche im Sommer mit 'nem geöffneten Kühlschrank kühlen (ggf. auch mit Zweit- oder Drittgerät). Dadurch wird nicht nur der Wirtschaft (Kühlschrankindustrie, Steakhäuser, McD) geholfen, sondern es steigt auch die Erdtemperatur, so dass wir in Kürze gar keine Klamotten mehr brauchen. In Folge dessen kaufen wir weniger Kleidung, ergo werden weniger Sachen transportiert, dadurch sinkt die CO2-Konzentration und somit auch wieder die globale Temperatur. - Durch eine einfache Verhaltensänderung wurden somit mindestens 3 Probleme mit einem Mal gelöst.

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