essensvernichter

Vor einiger Zeit war ich bei einer Lesung zu dem Buch "Die Essensvernichter: Taste the Waste - Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist". 

Aus: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland >>
Einer der Autoren (ich glaube, es war Valentin Thurn) las Passagen aus dem Buch bzw. zeigte Szenen aus dem dazugehörigen Dokumentarfilm zeigte. Wirklich neue Erkenntnisse waren für mich nicht dabei, bis auf eine Ausnahme. Bisher fand ich es einfach unmoralisch, dass hier aus Gründen der "Qualitätssicherung" (=bullshit) die Hälfte der Lebensmittel im Müll landet, während anderswo Menschen verhungern. Der Typ erläuterte jedoch ziemlich schlüssig, dass z.B. das massenhafte Wegwerfen von Backwaren die Weizenpreise in die Höhe treibt und so Hungersnöte beispielsweise in Kamerun bedingt. Dass diese Backwaren weggeschmissen werden, kann man jetzt beruhigt auf die Firmenpolitik der Supermärkte schieben, die ihre Bäcker zwingen, bis 19 Uhr ein zu 80% gefülltes Regal vorzuweisen. Vielleicht ist hier aber auch der Konsument die Schlüsselfigur, der bis abends fünf vor zehn zwischen zehn verschiedenen Brotsorten wählen will...

However, jedenfalls wurde dann im Anschluss an die Lesung über den supermärktlichen Wegwerftrend diskutiert und die Chefin der Dresdner Tafel hielt ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das Containern. Daraufhin fragte der Moderator: "Ist denn hier jemand im Publikum, der schon mal jemand containert hat"...in der Annahme, ich wäre damit nicht alleine, hob ich die Hand ... "und der sich dazu äußern möchte" ...Arm runter, doch zu spät. Erwartunsgsvoll starrten mich der Moderator, der Autor und 60 Besucher an. Also sagte ich was. Und während ich so redete, bemerkte ich plötzlich, was ich hier mache, wie viele Leute hier sind und dann fiel mir wieder ein, dass ich im Studium schon bei 15 Leuten in einem winzigen Seminarraum fast 'nen Herzinfarkt bekommen hatte, wenn ich meinen Namen sagen musste. Als mir das bewusst wurde, begann meine Stimme zu wackeln und mein Gesicht färbte sich langsam, aber sicher dunkelrot ein. Von unten nach oben.
Nichtsdestotrotz galt ich nach meinem Beitrag im Saal ganz sicher als der anerkannte Profi auf dem Gebiet des Containerns. Was ich definitiv nicht bin. Aber ein paar Grundsatzfragen kann ich schon beantworten.


Was macht man beim Containern? 
Man geht abends nach Ladenschluss zu einem Supermarkt, der seine Container frei zugänglich aufgestellt hat, und holt unverdorbende Lebensmittel aus den Behältern, die eigentlich für verdorbene Lebensmittel bereitstehen.
 
Wieso macht man sowas?
Manche machen das aus Armut. Andere aus politischen Gründen, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen, um diesem Wahnsinn etwas entgegenzuhalten, um sichtbar zu machen, das Wegwerfen keine Sache des Haltbarkeitsdatums, sondern ein Phänomen im Kapitalismus ist – "weil nicht für die Menschen, sondern für den Profit produziert wird"
Manche verbinden auch beide Gründe. So haben Freunde von mir ein komplettes Monatsgehalt nach Burkina Faso geschickt und containern sich jetzt hier durch den Oktober.

Darf man das? 
Nein. Selbst der Müll eines Supermarktes ist Eigentum des Supermarktes. In Döbeln gab es vor nicht allzu langer Zeit eine Farce von einer Gerichtsverhandlung gegen zwei Containerer. Wen's interessiert >> 

Bringt's was?
Ich bin der Ansicht (und das war es auch, was ich bei der Lesung gesagt habe), dass in Löbtau, wo wirklich viel containert wird, seit kurzem die Lebensmittel kurz vor Ladenschluss zu Spottpreisen rausgehaun werden. Das ist doch schon mal was.

Was braucht man dazu?
Zwei bis drei Tüten zum Transport, Taschenlampe, Einweg-Handschuhe.

Ist das eklig?
Jep. Aber man darf sich das nicht wie in einer Bio-Tonne vorstellen. Die Container selbst sind eigentlich relativ sauber und wenn man nicht allzu tief gräbt... Bald ist Winter. Da macht das Containern wieder Freude.

Was kann man da so alles finden?
Es scheint sowas wie Thementage zu geben. Und ist grad Radieschen-Tag, findet man halt gleich fünfzehn Bund davon. Bei der Ausbeute auf dem linken Bild haben wir bestimmt zehn Packungen Cherry-Tomaten aus dem Müll gefischt, in denen immer nur ein oder zwei gequetscht oder ein bisschen angeschlagen waren. Es war ein Fest!
Das ist sicher nicht Jedermanns Sache. Wenn jemand ne andere praktikable Idee hat- her damit!

Kommentare

  1. meine Hochachtung hast Du...ich habe da neulich erst eine Reportage zum Thema gesehen....mir war nicht bewußt wieviel da weggeworfen wird...wenn es wenigstens alles zur Tafel kommen würde...es gibt grad in Löbtau auch so viele Leute die es nicht so dicke haben...

    Danke für die erneute Anregung!

    sei lieb gegrüßt
    anja

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    1. in löbtau gibt es auf jeden fall leute, die aus armut containern. für die ist das voll die demütigung, was für uns jungspunte ein abendliches abenteuer ist. manchmal überleg ich mir auch, ob ich jetzt nicht den leuten, die es nötiger brauchen, das gute zeug wegcontainer...

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  2. Wow. Respekt, das du so etwas kannst. Ich selber könnte das nicht, da schaue ich lieber auf die Preise und gehe wenn es die Zeit erlaubt abends einkaufen um die Schnäppchen abzugreifen.
    LG Bianca

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    1. Wobei das immer-alles-möglichst-preiswert ja auch ein Teufelkreis ist, der dann zu verbilligten Lebensmitteln führen, die eigentlich nur als Sondermüll durchgehen, aber auf unseren Tellern landen. Darüber könnte man ganze Romane schreiben ...

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    2. es geht mir dabei nicht darum, lebensmittel zu verbilligen. aber gute sachen verbilligt anzubieten für die leute, die sich abends kurz vor zehn zum supermarkt aufmachen, weil sie's nicht so dicke haben, find ich gut.

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  3. Spannend! Dank Dir für diesen Beitrag. Warum war die Dame denn eigentlich gegen das Containern?

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    1. vor ihrem 'predigt gegen das containern' hat der autor von leuten erzählt, die im großen stile containern und die lebensmittel dann verschenken. sie meinte, dass wäre unverantwortlich, weil die lebensmittel ja verdorben sein könnten. ich glaube, sie fühlte sich als tafel-chefin irgendwie bedroht von container-leuten. (und vor allem diese bestimmte gruppe: immerhin verschenken sie die gleichen lebensmittel, die die tafel verkauft.)

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    2. Das ist ja wohl Käse, Lebensmittel können sogar im Supermarkt verdorben sein. Es wird wohl wirklich die Konkurrenz sein. Mir war nicht bewusst – Asche auf mein Haupt –, dass Tafeln Sachen verkaufen, ich dachte, da gibt man unentgeltlich. Wobei die sich natürlich auch finanzieren müssen.

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    3. ich glaub, so 'ne tüte kostet 3,50 (was ja auch völlig okay ist). die tafel an sich ist bestimmt ne gute institution und containerer haben sicher nicht die absicht, ihr konkurrenz zu machen. die zielrichtung ist ja auch ne andere. während die tafel- auf legalem weg- versucht, die systembedingten schäden abzumildern, versucht der politische containerer am system zu rütteln>> daher ist sein engagement auch illegal.

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    4. Um so bekloppter, dann so fadenscheinige Pseudo-Argumente von Gefahr durch verdorbene Lebensmittel aus dem Hut zu zaubern. Warum dann nicht gleich sagen: Wir wollen auf legalem Wege verändern. Das wäre glaubwürdig.

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    5. oder die konkurrenzkiste einfach zuzulassen. containerer nehmen ja auch nichts von dem, was für die tafel bestimmt ist.

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    6. Die Tafeltante bietet großherzig ihre Hilfe an, die von den Containeren abgelehnt wird. Aus was für Gründen auch immer. Da kann man schon verschnupft reagieren. Immerhin kann man dies als Kritik am bestehenden Tafelsystem auffassen. Vor allem, wenn man selbst nicht mehr ganz so überzeugt von diesem ist. Das ist sehr wahrscheinlich, denn daß die Tafeln vom bestehenden System gnadenlos ausgenutzt werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Letztendlich wird doch damit Armut legalisiert und nicht bekämpft. Der Staat kann sich mit dem Verweis auf die Tafeln immer weiter aus seiner gesetzlich verankerten Fürsorgepflicht zurückziehen und die Discounter spenden nur, weil sie daraus Kapital schlagen können. Für sie bedeutet es einen Image-Gewinn und sie sparen sich die Abfall-Entsorgungskosten. Lidl betreibt mit seiner »Zusammenarbeit« mit den Tafeln sogar eine Werbekampagne. Das macht der mit Sicherheit nicht aus Menschenliebe. Für die Betroffenen ist es auch keine echte Hilfe. Zwar bekommen sie kostengünstig Lebensmittel zur Verfügung gestellt aber ihnen wird damit auch deutlich gemacht, welche Stellung ihnen die Gesellschaft zugewiesen hat: Zynisch und überspitzt ausgedrückt: Abfall zu Abfall. Kaum einer ist nach ein paar Jahren Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen staatlichen Demütigungen noch psychisch so stabil, daß er das einfach so wegstecken kann. Was daraus folgt, ist Lethargie und ein sich Fügen in das »Hilfe«System ohne Aussicht dies jemals verlassen zu können. Vor allem, wenn einem bewußt ist, daß man auf diesem Arbeitsmarkt nichts mehr zu suchen hat. Denn genau dort läge die Lösung des Problems. Nicht in staatlich subventionierten Billigjobs, die Unternehmer soooooooooo gern bieten, nicht in Alibivereinen sondern in gleichberechtigter Arbeit die den eigenen Können entsprechen und die einem nicht nur ein Leben am festgelegtem Existenzminimum ermöglicht. Da unsere Gesellschaft dazu aber weder Willens noch dazu imstande ist, wird alles so bleiben wie es ist. Mit oder ohne Tafel. Symptomatisch ist übrigens auch, daß es Arbeitsförderungsprogramme zum Verwalten der Armut, der Arbeitslosigkeit gibt aber keine echten um diese zu beseitigen. Wie auch?
      Ich danke für ihre Aufmerksamkeit. *g*

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    7. word! du hast hier eine ganz wichtige sache auf den punkt gebracht, die ich in irgendeinem kommentar hier auch schon mal angedeutet hab: "während die tafel...versucht, die systembedingten schäden abzumildern, versucht der politische containerer am system zu rütteln..."
      ohne die arbeit der tafel diskreditieren zu wollen, aber ich bin natürlich dafür, am system zu rütteln. es ist letztendlich augenwischerei, wenn (zumeist bekloppte, teure und umweltschädliche)lösungen gesucht werden, die die negativen konsequenzen unseres konsumverhaltens/kapitalistischen systems ausbügeln sollen, statt konsumverhalten und system an sich zu übderdenken.

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  4. Ich hab schon ein paar Berichte darüber gesehen und ich finde das Containern ansich nicht bewundernswert, sondern einfach nur rechtswidrig. Fertig. ("Kriminell" wäre jetzt aber zu viel gesagt^^) Ich gehöre zur nicht-über-rote-Ampeln-geh-Fraktion. Allerdings bin ich sehr wohl der Meinung, dass die Überproduktion so nicht weitergehen kann und begrüße es durchaus, dass auch bei uns die frischen Lebensmittel ab 19Uhr reudziert werden. Noch mehr begrüßen würde ich es, wenn die übriggebliebenen Sachen entweder offiziell draußen zur Verfügung gestellt würden oder eben zur Tafel gebracht. Dass man aber unbeugt das Grundstück betritt und eben Ware aus dem Müll "stiehlt", denn es bleibt ja Diebstahl, finde ich nicht in Ordnung. Und ich schätze mal dein Einsatz war vor dem Beamtentum, oder? :D

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    1. Ich kaufe übrigens einen Satz Buchstabensuppe um meinen Kommentar sinnvoll zu ergänzen. Sorry für die Fehler.

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    2. in sachsen wird man zum leidwesen aller anderen lehrer nicht verbeamtet (und verdient dementsprechend schlechter). mir soll's recht sein. allerdings hab ich auch nicht wirklich angst vor einer strafverfolgung aufgrund von 'müllentwendung'.
      ich bin grundsätzlich auch ziemlich 'korrekt', was den umgang mit fremden eigentum angeht. und zwar nicht in erster linie, weil ich mich an gesetze halte, sondern weil ich christ bin und mich GOTT gegenüber verpflichtet fühle. beim containern habe ich allerdings noch nicht mal den anflug eines schlechten gewissens. ich seh einfach nicht, dass ich damit jemandem schade.

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    3. Nicht fair! Aber Bildung ist Ländersache, oder wie?

      Ich hoffe du weißt TROTZ meiner Kritik, dass ich dich nicht für unkorrekt halte. Ich mag dich nämlich genauso wie ich dich hier kennengelernt habe - aber man muss wohl nicht immer einer Meinung sein.

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    4. jep, bildung bleibt bei den ländern. früher oder später wird sich hier aber etwas ändern, nämlich dann, wenn alle junglehrer nach bawü abgewandert sind.

      was die kritik angeht: immer raus damit! ich will ja, dass sowas diskutiert wird!

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  5. ich würde nicht containern, weil ich mich vor dem aspekt des diebstahls scheue... andere würde ich aber nie verurteilen. wäre schöner, wenn das essen zur tafel o.ä. käme, aber lieber containern als wegschmeißen... essen wegschmeißen ist einfach blöd.

    und, äh, steph... du bist doch nicht wirklich beamte, oder?

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    1. >>> ich würde mich nie verbeamten lassen. ich würde auch keine besonders tragfähige säule des staates abgeben ;)

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  6. Ich bin Pro Containern und kenne noch aus meiner Berlin Zeit jede Menge Leute, die das gemacht haben. Das sind essbare Lebensmittel!!!! Die gehören nicht in den Müll. Solange kein Umdenken der Supermärkte (und natürlich auch der Konsumenten) stattfindet, finde ich es vollkommen legitim, zu containern! Bei uns gibt es weit und breit z.B. keine Bäckerei, die nach 5 Uhr das Brot zu günstigeren Preisen verkauft. Ganz im Gegenteil. Ich weiß sogar, dass die Bäckereifachverkäuferinnen übrig gebliebene Backwaren wegwerfen MÜSSEN und es verboten ist, die mit nach Hause zu nehmen...

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    1. Stimmt, McDonalds Mitarbeiter müssen auch wegwerfen und dürfen nicht selbst essen, das geht gar nicht! Aber sich selbst dann in "Gefahr" zu begeben, und wenn man erwischt wird ist es halt ne Straftat :(, finde ich trotzdem nicht gut. Wobei natürlich jeder tun und lassen kann was er will, aber das ist halt kein Kavaliersdelikt...

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    2. einer der containerer von döbeln ist letztlich sogar freigesprochen worden, nachdem er immer wieder berufung eingelegt hat. ich glaub, das war den richtern einfach zu doof.
      das angestellte gute lebensmittel wegschmeißen müssen, ist für mich ein absoluter explosionsgrund- und ist total charakteristisch für unsere wirtschaftsform. daher wird sich 'von alleine' auf keinen fall was ändern.

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  7. Warum die gute Tafeltante gegen das Containern ist dürfte klar sein. Man muß nur auf der Zwickauer Straße mal an ihren Hauptsitz vorbeischauen. Da erblaßt der mittelständige Unternehmer vor Neid. Aber das nur nebenbei. Containern ist zwar illegal aber das war die französische Revolution zunächst auch. Insofern sehe ich nichts verwerfliches daran.

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    1. auf der zwickauer straße? da könnte ich morgen direkt mal langspazieren. die tafeltante hat insgesamt keinen guten eindruck auf mich gemacht. man hat ihr zwar angemerkt, dass sie es gewohnt ist, vor leuten zu sprechen, aber ihr beitrag war ziemlich nichtssagend. ihr argument gegen's containern war auch nüx. nichtsdestotrotz hörte sie erst auf zu wettern, als sie der moderator stoppte.

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  8. Das ist ganz hinten, stadteinwärts auf der Höhe der Bundesdingsda für Arbeit. Da wuseln auch die »ehrenamtlichen« 1 Euro Kräfte herum. Ein Ausflug lohnt auf jeden Fall. Das ist eine seltsame Gegend. Paßt aber gut zu dem Verein.

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  9. Also ich find's toll, denn mich nervt dieses Wegschmeißen von Lebensmitteln, die eigentlich noch gut sind, sehr. Interessant ist auch, dass Essen oft weit über Verfallsdatum noch genießbar ist. Selber würde ich wohl nicht containern, denn ich glaube ich würde mich davor ekeln, in der Mülltonne rumzuwühlen.
    P.S. Ich amüsiere mich gerade über Deinen Profiltext und spezifisch über das "ich höre meinen Vater laut lachen" :)

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    1. Zugegebenermaßen ist es im wahrsten Sinne des Wortes kein Zuckerschlecken. Zumindest nicht im Hochsommer. Aber wir wühlen auch nicht. Was weiter unten liegt, ist eh nicht mehr zu gebrauchen.
      jaja, mein vater hält mich für einen naiven idealisten (letzteres völlig zurecht) und meine meinung zu unserem system seit über zehn jahren für eine phase -.-

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