anti-depressions-aktionismus II

Kein Aufräumen (Punkt 4) ohne Ausmisten.

Das ist das Nachher-Bild. Ein Vorher-Bild gibt's nicht, aber ich kann euch sagen, dass da viiiiel mehr Zeug stand, dass ich loswerden wollte. Zum Beispiel alle meine Schnapsgläser (hartes Zeuch gib's nich mehr), Gaskartuschen, Rollos, Kochbücher, etc. So 'ne Umsonstkiste im Hausflur ist auf jeden Fall eine nette Sache. Wegschmeißen kann man ja immernoch. Oder in den Umsonstladen bringen.


Ab zum Wertstoffhof. Little T musste auf dem Rücken Platz nehmen, da sein Gefährt vollgestopft war, mit Dingen, die die Welt nicht (mehr) braucht.
An dieser Stelle ein paar facts zum Thema Elektroschrott. Nur ein Teil der ca. 50 Tonnen, die jedes Jahr entstehen, wird ordnungsgemäß entsorgt. Jede Menge landet in Müllverbrennungsanlagen, an Autobahnraststätten oder wird (illegalerweise) nach Afrika oder Asien importiert. Dort kriechen dann zumeist Kinder durch die giftigen Deponien und suchen verwertbare Dinge. Bringt nicht viel, außer schwere Gesundheitsschäden. Lasst euch das Mal auf der Zunge zergehen. Wir lassen unsere elektronischen Geräte für einen Hungerlohn in Afrika und Asien produzieren und wenn das Zeug dann durch ist, bringen wir den giftigen Müll wieder hin. Aaaauusrasten. Noch dazu enthalten vor allem Handys und Laptops sogenannte Seltene Erden, die wiederverwendet werden könnten, wenn man die Sachen ordentlich entsorgt. Also: Hier findet ihr die Liste mit den Wertstoffhöfen in Dresden und hier eine Seite, auf der man sich ausführlich über das Thema informieren kann.
So. Lange Rede, ernüchterndes Ende: Kurz vorm Wertstoffhof habe ich mir meinen Elektroschrott von zwei darin sehr geübten Typen abschwatzen lassen. Damn it. 

Quelle: http://makeitfair.org/de/aktiv-werden

 


Kommentare

  1. Erster Teil gut, zweiter Teil "Kurz vorm Wertstoffhof habe ich mir meinen Elektroschrott von zwei darin sehr geübten Typen abschwatzen lassen. Damn it." - Punktabzug, denn viel zu oft hört man, dass da brauchbares ausgeschlachtet wird und der Rest dafür in der Landschaft landet ...

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    1. jaaa, ich weeß. ich hab mich von den typen überfahren lassen. vielleicht taten sie mir auch ein bisschen leid. das nächste mal weiß ich, was mich erwartet, und werde freundlich, aber bestimmt, meines weges gehen.

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  2. Cool, der letzte Punkt auf der Liste von makeITfair trifft auf mich zu, denn dabei spart man auch ungemein Geld. ;-) Nur manchmal piept mich der langsame Laptop an.
    LG
    Kerstin

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    1. das ist auch ein punkt, den ich meinen schülern vermitteln müsste. stichwort handy -.-

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  3. Haben sie dir wenigstens Geld für's Abschwatzen gegeben? Chapeau, dass du das mit dem nicht motorisierten Gefährt angegangen bist.

    Wir haben ja zum Glück ein Auto bzw. zwei mit dem vor allem der Kleinscheiß sehr easy den Weg zum Wertstoffhof findet - derer gibt es auch noch zwei und das zu sehr arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten, also auch Samstag und länger als bis 16Uhr meine ich damit. Tatsächlich gibt es bei uns auch wenig öffentlichen Müll, ob das tatsächlich damit zusammenhängt? Sperrmüll ist auch spottbillig und leicht zu bestellen. Was allerdings die Müllentsorgungsmaschinerie damit macht, das weiß ich nicht. Als wir zusammengezogen sind, haben wir alles was doppelt war und noch funktionstüchtig zum Sozialkaufhaus gebracht, ich hoffe irgendwem hat es noch geholfen...

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    1. oh sozialkaufhaus. sowas kenn ich hier gar nicht. muss ich gleich mal recherchieren.
      die typen haben mir natürlich nichts gegeben. die haben mir die sachen schon aus dem kinderwagen gehoben, während sie mich fragten, ob sie sie kriegen dürften.

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  4. Paßt. Heute war ich in Kaditz auf dem Wertdingsda. Zwei Monitore und ein Beutel voll uralte Festplatten entsorgen. Das Zeug habe ich in einen Container geladen, der sehr denen gleicht, die man auf Schiffen aufgestapelt sehen kann. Ich will ja nicht unken ...

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  5. Oh ausmisten müsste ich bei mir auch mal, da würde wohl auch ne ordentliche Ladung zusammen kommen!
    Weiter so gegen die Depri-Phase!
    LG Dani

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    1. ich bemerke schon deutliche besserung. ich hab jetzt jeden tag so viel zeug erledigt, dass ich gar keine zeit zum grübeln hatte. und in einer leeren wohnung (für meine verhältnisse leer), fühlt man sich auch nicht mehr so bedrückt (im doppelten sinne).

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  6. Der Umsonst-Laden ist echt ein guter Tip- ich hab auch grad ne Menge ausgemistet. Dank dir :)

    LG Claudia

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    1. den bestücke ich auch regelmäßig. man muss aber ein bisschen zeit mitbringen, wenn man dort sachen hinbringen will, weil man die alle selbst einräumen, aufhängen, einsortieren muss. aber der ist immer gut besucht von den verschiedensten leuten. das finde ich gut.

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  7. Liebe Steph, ich finde es toll, dass dir dir etwas vornimmst! Allerdings ist meine Erfahrung, dass das nur geht, wenn man schon wieder einigermaßen über den Berg ist. Umsonstladen ist 'ne gute Idee. Ich hab hier auch so viel, von dem ich mich gern trennen würde - aber bloß in den Müll werfen ist a) zu schade drum und b) extrem unökologisch, was ich nicht will. Aber für alles einzeln die passende Sozialinitiative zu suchen ist mir zu viel Arbeit.
    Ich drück dich aus der (nicht ganz so fernen) Ferne und wünsch dir weiterhin alles Gute! Regina

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    1. du hast vollkommen recht. bevor ich angefange habe, 'aktionistisch' zu sein, habe ich mindestens nen monat gar nichts machen können. aber es hat mir geholfen, mein leben nach dem 'ausfall' wieder auf die reihe zu kriegen.
      was die mühe mit dem loswerden angeht: ich bin ja noch in elternzeit und habe die kapazitäten, um 'ökologisches ausmisten' zu betreiben. nicht zuletzt aus diesem grund teile ich hier meine ideen, um es leuten mit weniger zeit ein bisschen einfacher zu machen.
      danke für die lieben grüße und auf bald!

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