zero waste home


Kurz vor Beginn meines Mutterschutzes hatte ich nochmal ein bisschen Stress in der Schule. Da ich durch zahlreiche Scharlach-Epidemien ständig aus der Schule ausgeschlossen werden musste, hatte ich am Ende ganz schön zu rudern, um noch genügend Zensuren zusammen zu bekommen.Und so stapelten sich auf meinem Tisch die Lesetagebücher, Schuljahres-Portfolios, Klassenarbeiten und natürlich mussten auch noch 25 Zeugnisse geschrieben werden.

In dieser Zeit brachte ich gefühlt täglich einen gelben Sack in die Tonne. Wie kommt sowas? Man arbeitet wie besessen, dann fällt einem ein, dass man vielleicht mal was essen müsste (vor allem, wenn man hochschwanger ist), dann radelt man fix mal am Supermarkt vorbei und holt sich ein Sandwich und 'nen Salat und -bam!- ist der Gelbe Sack zu einem Drittel gefüllt.

Ich ging mir damit selbst ganz schön auf die Nerven, aber ein alternativer Lebensstil in der Stadt braucht Zeit: Zeit, um sich Alternativen zu überlegen, um anders einzukaufen, um sich besser zu organisieren. Mein Ziel für die Elternzeit war und ist es daher, jetzt - da ich Zeit habe - einen müllreduzierten Lebensstil einzuüben, den wir auch dann halten können, wenn ich wieder arbeiten gehe.


Inspiration bekam ich von der Queen of Zero Waste Bea Johnson und ich lege euch diesen kurzen Vortrag wirklich ans Herz. Schon deshalb, weil ihr französisches Englisch so cool klingt :). 





  

Grundregeln des Zero Waste Lifestyle sind nach Johnson diese 5 R's (und zwar nur in dieser Reihenfolge):


REFUSE
Nein sagen zu Dingen, die man nicht braucht

REDUCE
Reduzieren, was man braucht

REUSE
Dinge nutzen, die man wiederverwenden kann

RECYLCE
Nur die Dinge recyceln, die man nicht durch die ersten drei R's umgehen konnte

ROT
Kompostieren



Bea Johnson produziert mit ihrer Familie ein Einmachglas voll Müll im Jahr!
Bis dahin ist es für uns ein weiter Weg, möglicherweise sogar zu weit - das ganze soll ja keine religiösen Züge annehmen. Vorerst begnüge ich mich mit Less Waste, dokumentiere hier unsere kleinen Schritte und vielleicht geht ihr den ein oder anderen mit.


Grüßle




PS: Bea Johnsons Buch erscheint demnächst auf Deutsch!



Kommentare

  1. Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, kann man schon ins Staunen geraten, was da so alles überflüssig ist! Aber auch an, Wasmachichhierpunkte, wenn man kurz überlegt, was anderenorts so mit der lieben Umwelt geschieht. Aber warum nicht wenigstens ein paar gefühlten Quadratzentimeter der Erde retten?! In diesem Sinne: Na zdraví (Mehrweg!)! ;o)

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  2. Oh das Thema interessiert mich auch. Freue mich schon auf das Buch. Endlich in Deutsch, ich hasse es auf Englisch lesen zu müssen.
    Viel Spaß beim reduzieren.

    LG Bianca

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  3. Das Buch hol ich mir nicht - kann schon alles ;)

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